Leider habe ich schon so oft Apple Tastaturen kaufen dürfen (Kaffee drüber, klar), dass ich ohne Übertreibung sagen kann: Diese Verpackung fasziniert mich immer wieder. Jedes andere Unternehmen hätte die Draufsicht abgebildet, Apple zeigt es von der Seite.
Weil das tatsächlich mehr über das Produkt aussagt. Klasse.
Ich würde das ja viel lieber machen als jeden Morgen und Abend mit dem Auto zu pendeln: Schön entspannt mit einem Kaffee und 200 guten Büchern im Zug sitzen.
Was spricht dagegen? Wenige aber nicht minder ausschlaggebende Punkte.
Die Arbeitszeiten einer Werbeagentur machen jeden Tag des Pendelns zu einem Risikospiel: Bekomme ich noch den letzten Zug nach Hause oder nicht?
Der letzte für mich sinnvolle Zug nach Tacherting fährt gegen 19 Uhr, dort kann mich Frau B. problemlos abholen bzw. ich mit dem Rad fahren. Danach wird nur noch Garching angefahren und das ist einfach zu weit weg.
Ich muss mal durchdenken, ob vielleicht Park & Ride mit einem Mofa oder so Sinn macht. Denn wie gesagt, so zu pendeln ist deutlich angenehmer.
Ich bin seit Montag und bis heute in London für ein paar Besprechungen. Vorgestern Abend gab es bis auf ein großartiges libanesisches Abendessen und ein leckeres Ale im The Mitra Pub nichts Weltbewegendes. Gestern haben wir uns den Abend mit indischem Curry im "Aladin" in der Brick Lane vertrieben, auch sehr lecker. Heute morgen allerdings ergab sich das britische Breakfast, das ihr oben sehen könnt.Generell: Ich mag diese Art Frühstück ausgesprochen gerne und bin durch die letzten Hotels in Helsinki, Stockholm und auch am Tegernsee etwas verwöhnt. Da waren Ham and Eggs, Saussages, Toast, Baked Tomatoes und Baked Beans wirklich gut.
Aber das "Original" ist leider ein ziemlicher Fail, vor allem, wenn man den Preis von rund 14 Pfund mit einbezieht. Die Baked Beans waren noch okay, aber das bekommt jede von uns mit einer Dose von Heinz auch hin. Beim Bacon merkt man, dass man es hier unknusprig schätzt: labberig und fade im Geschmack. Die Saussages und das Ei waren okay, die Baked Tomato stört nicht beim Bügeln.
Sehr viele Festlandeuropäer schütten jetzt schon den Kopf aber wie gesagt, grundsätzlich geht das ganz gut. Nur hier? Ich weiss nicht... falsches Hotel vielleicht? :)
So, nun sollte ich nach der etwas einseitigen Bildauswahl neulich doch auch mal was schönes posten. Nun sind diese Bilder zwar am Tag nach sengender Sonne und hohen Temperaturen entstanden, schwül-warm und regnerisch kann Finnland aber auch, so ist´s ja nicht.
Ich habe jedenfalls gestern 3 Hemden durchgeschwitzt. In Finnland. Hallo!?
So, wer jetzt dieser nette Herr mit dem Engelchen vor den Füssen so genau ist, habe ich gar nicht mitgeschnitten.
Das Bild ist wenige Meter vor unserer Agentur in Helsinki entstanden, die übrigens sensationell schön sind: Riesige Räume, hohe Stuck-Decken, viel Platz – Zustände, von denen Werber in z. B. Paris oder London nur träumen können, da geht´s zumeist deutlich enger zu.
Dann muss ich doch noch mal so einen bringen, das Fitness-Bistro namens "Fressi" macht deutschen Besuchern dann doch wieder sehr viel Spass.
Laut Kollege Panu (die finnischen Männernamen finde ich übrigens zuweilen großartig) heisst Fressi "frisch" bzw. "Frische".
Als ich ihm übrigens die Geschichte mit "Suffeli Puffi" erzählt und ihm erklärt habe, was das auf Deutsch so bedeuten könnte, hat er sich kaputt gelacht. :)
Das war´s also mit meinem erneuten Trip nach Finnland. Nächste Woche bin ich dann in London, ob es da auch so unterhaltsam zugeht, werde ich berichten.
Da sitze ich nun in meinem Hotel in Helsinki und fotografiere mich mal wieder selber. Aber was will ich damit sagen?
Einmal mehr erlebe ich unseren Kontinent... UNSEREN Kontinent... auf meine Weise und finde es einfach toll. Ich war in den letzten Monaten in Helsinki, Madrid, Stockholm, München, Berlin. London wird nächste Woche folgen.
Diese Trips bestätigen, was ich schon seit Jahrzehnten weiss: Ich bin überzeugter Europäer.
Helsinki im Sommer. Im musste vorhin so oft an Hennes Bender denken, der über (glaube ich) Bochum sagt: "Die Innenstadt ist ´ne arme Wurst". :)
Ganz ehrlich, Helsinki im Sommer? Die Menschen sind der Hammer, aber die Stadt ist echt ´ne arme Wurst. Jedenfalls teilweise.
Ich musste diese Bild bringen. Es ist so ein Cliché.
Finnland im Sommer, das ist eine strenge und spröde und dabei so lebenslustige Stadt - eben nur ohne den ganzen Schnee und mit etwas mehr Sonne. Viele sind auf der Straße. Tragen Shorts (fürchterlich!) und enge Shirts (kann man drüber reden :) ).
Finnland im Sommer. Ein in einem fast endlosen Winter hart erkämpftes Privileg. Auf mich, der im Chiemgau wohnt, wirkt das im ersten Moment belustigend. Im zweiten Moment kann ich das SO verstehen.
Genießt die sonnigen Wochen, ihr Finnen! (BILD-Headline des Tages)
Finnland im Sommer, das ist aber auch Mittsommer (was wir in Deutschland meiner Meinung nach viel eher feiern sollten als diesen Halloween-Mumpitz) und Spass und gute Laune und Fussball im Park und Hemden auf der Leine.
Kunst ist das, glaube ich. Die Finnen...
Mitten in Helsinki. Ich: In meinen Mc Donald´s Big Cheese Bacon beissend (kein Spass!), finde das hier. Deutsche Schule. Eine Spur Heimat. Ein Zeichen, das zeigt: Ihr seid auch hier. Und ihr seid willkommen. Ich habe - ganz ohne Scheiss - einen Klos im Hals. Einfach toll.
Wo ist eigentlich die "Finnische Schule" in Berlin?
Finnland, das ist eine gänzlich andere Sprache.
Ich meine, im ernst: "Kaikki Päättyy" - was heisst das denn bitte?! Du bist in deiner Nachbarschaft, auf deinem Kontinent und trotzdem sprachlich in einer völlig anderen Welt.
Und dann: Diese Freundlichkeit, diese Nähe. Ich spreche irgendjemanden auf Englisch oder teilweise sogar auf Deutsch an - und werde herzlich und mit einem Lächeln begrüßt.
Tolle Menschen. Unsere Nachbarn und Freunde. "Wahre Finnen" vielleicht, keine Ahnung Und trotz oder vielleicht gerade wegen dieser Spalter-Partei so nett und freundlich.
Oder das hier: Ich in Stockholm, vor ein paar Wochen beim Kaffee kaufen. Habe mich 20 Minuten mit einer schlecht Englisch sprechenden Buchverkäuferin unterhalten - mit Händen, Füssen und dem Wissen, dass es einfach so sein muss.
Dass wir Europäer einfach so sind: So unterschiedlich und doch so zusammengehörig.
Mal zwischendurch was Abstruses: In meinem Hotel in Helsinki gibt´s auch Business Class für Royals.
Herrlich unkompliziert, der Finne. :)
Und gastfreundlich. Tolle Betten, tolle Zimmer, toller Service zu tollen Preisen. Nahezu USA-Qualität - und das ist wirklich als Lob gemeint.
In diesem Zusammenhang empfinde ich eine große Nähe zu Gerald Hensel von Blast Radius und seinen Erfahrungen in Amsterdam. Was er so regelmäßig aus der holländischen Metropole berichtet, erinnert mich stark an meine Erlebnisse hier im Norden.
Europa ist mehr als nur "der Euro". Es ist mehr als nur ein "Milliardengrab" und der ganze Schrunz, denn uns die Presse momentan verkaufen will.
Europa ist eine tolle Idee und gleichzeitig eine Realität. Es ist der Beweis, dass Menschen mit der größtmöglichen Unterschiedlichkeit eine echte Einheit sein können.
Und das macht Mut. Sogar, wenn man mal den ganzen Pathos rausnimmt.